April, 2021

MO12apr19:00Virtuelles EventBrandenburgische GesprächeGleichheit19:00 Staatstheater CottbusArt:Event

Veranstaltungsdetails

Am Montag, 12. April 2021, 19 Uhr, lädt das Staatstheater Cottbus ein zur dritten Veranstaltung der Reihe „Brandenburgische Gespräche“. Die Veranstaltung wird per Livestream aus dem Großen Haus kostenfrei auf der Webseite des rbbKultur sowie auf dem YouTube-Kanal des Staatstheaters Cottbus übertragen.

Gleichheit – das ist heute noch immer eine Forderung moderner Gesellschaften. Zugleich scheint die Diskussion darum, was Gleichheit ist, immer umstrittener: Gleichheit ist nicht dasselbe wie Gleichwertigkeit und nicht wie Gerechtigkeit. Die Frage nach Gleichheit beinhaltet schnell auch Ansprüche nach Macht, dem Ausgleich von Benachteiligungen und danach, welcher Kategorie der Vorzug gegeben werden soll: der Quantität oder der Qualität. Ist Gleichheit eine Utopie? Oder eine Dystopie? Was wäre gerecht? Und wie geht man dann mit etwas um, das sich nicht in den Griff kriegen lässt? In ihren Werken nutzen die Schriftstellerinnen Katja Lange-Müller und Terézia Mora oftmals den Humor, helfen ihren Figuren durch Komik und Witz aus Notlagen. Beide werden sich mit rbbKultur-Redakteurin Natascha Freundel über Gleichheit und Ungleichheit unterhalten und darüber, wie man unlösbaren Problemen begegnet.

Katja Lange-Müller ist Schriftstellerin. Sie verfasst hauptsächlich Erzählungen und Romane wie zuletzt 2016 „Die Drehtür“, veröffentlichte aber zuletzt auch ihre Vorlesungen, die im Rahmen ihrer Dozentur der Frankfurter Poetik-Vorlesungen entstanden sind. Darin geht sie dem „Problem als Katalysator“ (so der Buchtitel) nach und berichtet neben Studien zu Motiven anderer Schriftsteller darüber, warum Komik eine Waffe der Schwachen ist. Zuletzt wurde sie 2017 mit dem Günter-Grass-Preis geehrt. Katja Lange-Müller ist Tochter der Volkskammerabgeordneten Inge Lange.

Die Schriftstellerin Terézia Mora stammt aus einer deutschsprachigen Familie in Ungarn. Sie wuchs zweisprachig auf, schreibt aber auf Deutsch. In den vergangenen zehn Jahren veröffentlichte sie u. a. eine Romantrilogie, in der sie ihren Helden von Ungarn aus („Der einzige Mann auf dem Kontinent“) über den Balkan quer durch Osteuropa und (in „Auf dem Seil“) auf die größte Insel des deutschen Sehnsuchtslands Italien schickt, um ihn zuletzt doch in Berlin landen zu lassen. Für diese drei Romane erhielt sie u. a. den Deutschen Buchpreis; 2018 erhielt Terézia Mora den Georg Büchner-Preis.

In Koproduktion mit rbbKultur und als Kooperation mit der Lausitzer Rundschau bringen die „Brandenburgischen Gespräche“ Fragen unserer Zeit auf die Bühne und thematisieren, was unsere Gesellschaft bewegt. An vier Abenden in der Spielzeit treffen Schriftstellerinnen, Künstler, Wissenschaftlerinnen und andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in offenen Dialogen aufeinander. Unter der Überschrift „Grenzenlose Identität“ diskutieren sie grundsätzliche Fragen danach, wie wir leben wollen.

Links: www.rbbkultur.de, www.youtube.com/staatstheatercottbus

Nachzuhören auf www.rbbKultur.de/derzweitegedanke und nachzulesen auf www.lr-online.de

Virtuelles Event Details

Das Event hat bereits stattgefunden!

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