August, 2021

SO01aug19:00EmpfohlenALLES IST EINS. AUßER DER 0.Chaos Computer Film/ Film&Gespräch19:00 Obenkino CottbusArt:Kino

Veranstaltungsdetails

Sie sind Aktivisten, Spione, Genies: Ohne die Hacker schiene uns die schöne bunte, digitale Informationsgesellschaft als bestmögliche aller Welten. Sie sind die Aufklärer, die der blinde Glaube an die mehr oder weniger sozialen Netzwerke nötig hat. Am Anfang der Hacker-Kultur stand Deutschlands erster digitaler Bürgerrechtler: Wau Holland ist der Visionär einer demokratischen digitalen Kultur. 1981 gründete er mit einer Handvoll Mitstreitern den Chaos Computer Club (CCC), der durch spektakuläre Hacks und später durch Verstrickungen mit den Geheimdiensten weltbekannt wurde. Wau Holland und der CCC stehen für eine Praxis des ungehinderten sozialen Austauschs mit den Mitteln der Maschine. Digitalisierung ist für sie nicht nur Heilsbringer, sondern eine Regierungstechnik, von der nichts weniger als der soziale Zusammenhalt der Gesellschaft abhängt. Vom Computer-Nerd zum Datenkünstler, vom Einsiedler zum Medienstar, vom subversiven Hacker zum Verfechter der Demokratie: Der energiegeladene Dokumentarfilm ALLES IST EINS. AUSSER DER 0. zeigt mit cleveren Montagen, wie die großen Fragen unserer Gegenwart das Leben und Wirken Wau Hollands durchzogen. Gerade für die heutige Dynamik des Internets, in der eine Meinung nicht nur freie Äußerung, sondern immer auch eine Waffe ist, wirkt die Hackerethik des CCC wie ein Mahnmal zivilgesellschaftlicher Werte. ALLES IST EINS. AUSSER DER 0. erzählt eine Geschichte digitaler Subversion: vom exklusiven Club zu einer Instanz, die heute bei allen Fragen der Netzpolitik zu Rate gezogen wird. Der Dokumentarfilm von Klaus Maeck und Tanja Schwerdorf setzt der bekanntesten deutschen Hackervereinigung ein stilsicheres, kraftvolles und würdiges Denkmal. Selten hat man ein so eindringliches Portrait über Zeitgeist-Pioniere gesehen, deren Weitblick für die Gegenwart so beeindruckend wie bereichernd ist.

ALLES IST EINS. AUSSER DER 0. erzählt eine Geschichte digitaler Subversion: vom exklusiven Club zu einer Instanz, die heute bei allen Fragen der Netzpolitik zu Rate gezogen wird. Der Dokumentarfilm von Klaus Maeck und Tanja Schwerdorf setzt der bekanntesten deutschen Hackervereinigung ein stilsicheres, kraftvolles und würdiges Denkmal. Selten hat man ein so eindringliches Portrait über Zeitgeist-Pioniere gesehen, deren Weitblick für die Gegenwart so beeindruckend wie bereichernd ist.

BRD 2020 90 Min FSK: ab 6 Jahren

Regie: Klaus Maeck, Tanja Schwerdorf Kamera: Hervé Dieu Musik: Alexander Hacke Mitwirkende: Wau Holland (Hacker und Gründer des (CCC) Chaos Computer Club), Peter Glaser (Schriftsteller u. damaliger Chefredakteur der CCC-Zeitschrift „Datenschleuder“), Steffen Wernéry (erster Pressesprecher des CCC), Andy Müller-Maguhn (1990-2003 Pressesprecher des CCC, Vorstandsmitglied der Wau Holland Stiftung), Linus Neumann Hacker (Netzaktivist und einer der aktuellen Sprecher des CCC) sowie Contanze Kurz, Frank Rieger, Tim Pritlove, padeluun, Julian Assange, Vanessa Mae Rodel, Edward Snowden, Chelsea Manning & Albert Einstein, Timothy Leary, David Bowie

Nach der Filmvorführung ist die Regisseurin Tanja Schwerdorf zu Gast.

Die Vorstellung findet im Jugendkulturzentrum Glad House-Saal, Straße der Jugend 16, in Cottbus, statt. Eintritt 6 € und 4,50 € ermäßigt.

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