Startschuss für ‘DiR – Dance in Residence Brandenburg‘

Startschuss für ‘DiR – Dance in Residence Brandenburg‘

„DiR – Dance in Residence Brandenburg“ ist ein überregionales Kooperations- und

Netzwerkprojekt der fabrik (moves) Potsdam und der TanzWERKSTATT Cottbus in Kooperation mit dem Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst Cottbus, der Pro Potsdam, dem Bürgerhaus am Schlaatz und der fabrik Potsdam. Als eines von 51 Vorhaben bundesweit wurde das Projekt für eine Förderung im Bundes-Programm

TANZPAKT RECONNECT im Rahmen von ‘NEUSTART.KULTUR. Hilfsprogramm Tanz‘ von einer Jury aus 159 Bewerbungen ausgewählt. Das Programm der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Prof. Monika Grütters dient der Unterstützung des Tanzes unter Coronabedingungen und der Stärkung und Zukunftssicherung von Tanzstrukturen. Mit „DiR – Dance in Residence Brandenburg“ verfolgen die Netzwerkpartner gemeinsam das Ziel, in verschiedenen Modulen und Formaten nachhaltige Impulse für die Sicherung, Qualifizierung, Resilienz und Weiterentwicklung von vernetzten Strukturen für den zeitgenössischen Tanz in Brandenburg zu setzen. Gleichzeitig will das Programm über neue Kultur-Partnerschaften die Sichtbarkeit und Präsenz der Kunstform Tanz in der Region, in den beteiligten Kommunen, Wohngebieten und Nachbarschaften verbessern und den Bewohnerinnen neue Räume für die aktive Teilhabe an Formen zeitgenössischer Kunst öffnen.

Residenz-Formate

Das zentrale Modul des Projektes sind Künstlerresidenzen, die in zwei Formaten Ressourcen für künstlerisches Arbeiten bereitstellen. Die Künstler:innen werden über zwei Ausschreibungsverfahren von einer regional/internationalen Jury ausgewählt.

– Regionalausschreibung | 8 Residenzen, je für zwei Personen eines Teams für eine Woche

– Internationalausschreibung | 6 Residenzen, je für drei Personen eines Teams für vier Wochen

Die Künstler:innen sind aufgefordert, sich mit Recherche- und Probeformaten für den öffentlichen Raum und / oder mit Arbeiten für museale oder andere Nicht-Theaterorte zu bewerben und mögliche Vermittlungsformate wie Workshops, Tanztrainings, Präsentation von Zwischenergebnissen, Lecture- Demonstrationen, Vorträge oder partizipative Formen in Abhängigkeit vom Projekt vorzuschlagen. Mit den Residenzen soll explizit ein Raum für partizipative und unterschiedliche Vermittlungsformate und für den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Choreograf:innen, Tänzer:innen und den Bewohner:innen der Gast Orte gestaltet werden. Zusätzlich zu Präsentationen von Arbeitsergebnissen sind Aufführungen von bereits bestehenden Arbeiten optional möglich. Mindestens eine Präsentation findet in Zusammenarbeit mit dem Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst (BLMK) in den Räumen des Museums statt.

Mit Ende der Ausschreibungsfrist lagen vor:

-Ausschreibung Regional | 80 Bewerbungen; Bewerber:innen aus Berlin, Brandenburg, Sachsen

-Ausschreibung International | 200 Bewerbungen für die internationale Ausschreibung,

Bewerber:innen aus 30 Nationen (Europa, Türkei, Libanon, Israel, Ägypten, Canada)

Vernetzung, Weiterbildung, Strukturbildung

Mit dem Projekt können befristet bis Oktober 2021 drei neue Stellen Teilzeit (50%) für die Projektbetreuung und für Presse- und Vernetzungsarbeit geschaffen werden. Dadurch entsteht auch erstmals eine Stelle an der TanzWERKSTATT Cottbus.

Unter dem Dach der TanzWERKSTATT Cottbus wird ein zusätzlicher Raum angemietet und als Tanzstudio mit 130 qm ausgestattet inkl. der erforderlichen Technik, Technologie und Medien für Streaming-Formate. Das Studio dient eineseits den Residenzformaten als Arbeitsraum und kann in den Zwischenmonaten von der lokalen / regionalen Tanzszenen mit genutzt werden. Darüber hinaus können Lehrformate der TanzWERKSTATT ausgestrahlt oder der fabrik empfangen und gemeinsam auf einer online Plattform angeboten werden (seit Januar). Die Pro Potsdam unterstützt das Programm mit einer Residenzwohnung am Schlaatz für die gesamte Projektlaufzeit. Das Bürgerhaus am Schlaatz engagiert sich als Kooperationspartner bei der Betreuung der Residenzkünstler:innen und der jeweiligen Arbeits- und Vermittlungsformate vor Ort sowohl logistisch wie in der inhaltlichen Beratung und Vernetzung mit Zielgruppen. Als begleitendes Programm bietet DiR zusätzliche Kurse durch Residenzkünstler:innen und / oder Tanzpädagog:innen der Einrichtungen vor Ort als kostenfreie Weiterbildungs-Angebote für professionelle Künstler:innen in und aus Brandenburg.

Zwei Informations-, Vernetzungs- und Austauschlabore mit Akteuren der Brandenburger Tanz- und Kulturlandschaft und überregionalen Expert:innen zu übergreifenden Themen sind geplante

– April 2021 (Hybridveranstaltung Potsdam): Tanz – Residenzformate abseits der Metropolen

– August 2021 (Hybridveranstaltung, BLMK Cottbus): Tanz in Museen – Beispiele in Europa

Auf Basis der Kooperationsstruktur und der zusätzlichen Infrastruktur sind über die genannten Aktivitäten hinaus weitere vernetzte Veranstaltungen aus den Programm der Tanzpartner angedacht (Aufführungen Tanzkompanie Golde G. in Potsdam, Aufführungen aus explore dance – Tanz für junges Publikum und im Rahmen der Potsdamer Tanztage in Cottbus.) Unser Wunsch ist es, mit dem Projekt eine Vernetzungs-Wirkung für den Tanz über Potsdam und Cottbus hinaus zu entfalten einen stetigen Austausch der Tanzakteure in Brandenburg zu initiieren und die Prüfung von Möglichkeiten, gemeinsam mit den existierenden Partnern und neuen Kooperationen insbesondere im Umfeld der anstehenden Transformationsprozesse in weiten Teilen der Lausitz neue Modell-Strukturen für den Tanz mit Wirkung in die Fläche zu entwickeln. Der Bund stellt für das Projekt „DiR“ als neuartiges Residenz-, Qualifizierungs- und Vernetzungsprogramms für den zeitgenössischen Tanz in Brandenburg eine Gesamtsumme in Höhe von 230.000,00 € zur Verfügung.

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