April, 2021

SA24apr14:00EmpfohlenWasserkrise in der LausitzKundgebung am Samstag in Cottbus14:00 Oberkirchplatz CottbusArt:Event

Veranstaltungsdetails

Ein breites Bündnis aus lokalen und überregionalen Initiativen lädt für Samstag den 24.04.2021 zu einer Kundgebung nach Cottbus ein, unter dem Motto „Wer uns das Wasser abgräbt, muss mit Widerstand rechnen – Protest bleibt legitim!“. Die Veranstaltung soll ein Zeichen setzen gegen die Kriminalisierung von Menschen, die sich für Klimagerechtigkeit und den Erhalt der Lausitzer Wasserreserven einsetzen. Die Kundgebung startet um 14 Uhr auf dem Oberkirchplatz und findet unter Einhaltung aller aktuell geltenden Regeln und Auflagen zur Pandemiebekämpfung statt.

„Während die sommerlichen Dürren hier in der Lausitz in den vergangenen Jahren zum immer größeren Problem geworden sind, senkt die LEAG weiter unser Grundwasser ab. Für lausige Profite verschärft der Kohlekonzern damit die Wasserkrise in der Lausitz und heizt die globale Klimakrise weiter an. Die Folgen der Kohleverstromung, die hier in der Lausitz u.a. als Wasserkrise spürbar werden, nehmen schon jetzt in anderen Teilen der Erde lebensbedrohliche Ausmaße an“ so Vanja Köster von Alle Dörfer Bleiben Lausitz. “Und die Leute, die auf diese Probleme aufmerksam machen, werden hier vor Gericht gestellt.”

2019 unterbrachen 23 Menschen aus Protest gegen die ungebremste Kohleverstromung kurzfristig den Betrieb von Kohlebaggern in den Tagebauen Welzow-Süd und Jänschwalde. Gegen drei von ihnen startet am 4. Mai der Prozess vor dem Landgericht Cottbus.

Luca Grosser vom “Solibündnis Lausitz 23“: „Mutigen Menschen, die für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen kämpfen, soll der Prozess gemacht werden. Doch davon werden wir uns nicht einschüchtern lassen, denn der Protest gegen den Braunkohleabbau bleibt dringend notwendig!“

Lausitzer und überregionale Klimagerechtigkeits- und Umweltgruppen stellen sich gemeinsam gegen die Kriminalisierung des Protests und verweisen zugleich auf die tagebaubedingte Wasserkrise vor Ort. Neben dem Absinken des Grundwasserspiegels sei die hohe Sulfatbelastung der Spree und damit die Gefährdung der Trinkwasserqualität unmittelbare Folge der Tagebaue. Die CO2-intensive Braunkohleverstromung heize zudem die Klimakrise und damit weitere Dürren an.

„Mit einem „Weiter so“ in der Braunkohle landen wir über der lebenswichtigen 1,5°-Grenze. Statt mit einer veralteten Technologie unsere Zukunft auf’s Spiel zu setzen, wird es höchste Zeit, dass wir nachhaltige Lösungen für die Lausitz und darüber hinaus finden“ so Anton Kröber von Fridays for Future Cottbus.

Zeit

(Samstag) 14:00

Ort

Oberkirchplatz Cottbus

X
X
X